Internationales Juniorenturnier in Longollen vom 29. Oktober 2006


Aufgeregt und mit vielen guten Wünschen und Gedanken machten sich 10 Karatekas am 27. Oktober auf den Weg nach Llongollen im Norden von Wales. Das Severne Challenge welches im Schweizer Veranstaltungskalender bereits Tradition hat, stand auf dem Terminkalender. Begleitet wurden sie von Shihan Beat und Shihan Ruth Näplin, Sensei Fabrizio Bentivoglio und mir, Rahel Huber.
 
Am Sonntag dem 29. 10. kurz vor 12. 00 Uhr begann das Turnier in der Turnhalle der Dorfschule. Teilnehmer aus England, Irland, Wales und der Schweiz traten zuerst im Einzel Clicker gegeneinander an.
Von Beginn weg war deutlich, dass mit den jungen Eidgenossen gerechnet werden musste.
Souverän gewannen Simone Muntwyler, Carina Röthlin, Gianna Burri und Jenny Schmid ihre Einzelkämpfe. Bei den Buben sah es nicht anders aus und Mauro Tschopp, Christian Joos, Luca Bentivoglio und Sascha Felber dominierten ihre Gegner teilweise nach Belieben.
Das erste Final des Tages fand zwischen Carina Röthlin und Jenny Schmid statt. Beide zeigten lange eine ausgeglichene Leistung und lagen gleich auf. Gegen Ende des Kampfes aktivierte Carina noch eine extra Portion Kondition und entschied das Final somit für sich.
 
Den zweiten Finalkampf sahen wir zwischen Christian Joos und James O` Mally aus Irland. Christian schien zu Beginn des Kampfes ein wenig unentschlossen in der Wahl der Taktik und musst zuerst einige Gegentreffer einstecken. Bald aber hatte er den Rhythmus gefunden und punktet innerhalb kurzer Zeit mit zwei Jodan Mawashis und weiteren sauberen Techniken. Nach dem Ablauf der Zwei Minuten ginge er verdient als Sieger vom Tatami. In derselben Kategorie holte sich Sascha Felber den tollen dritten Rang.
 
Die dritte Finalpaarung entschied sich zwischen Sami Micah aus England und Mauro Tschopp. Auch Mauro zeigte eine gute Leistung und konnte Sami einige Male vom Tatami drängen. Dieser konzentrierte sich daraufhin auf das Kontern und machte so vor allem zum Ende hin einige entscheidende Punkte. Mauro beendete seinen letzten Auftritt im Clickerteam auf dem hervorragenden zweiten Rang. Luca Bentivoglio, der vor allem durch seine Leichtfüssigkeit beeindruckte beendete den Wettkampf ebenfalls erfolgreich auf dem dritten Rang.
 
Das vierte Final traf die amtierende Vizeweltmeisterin Simone Muntwyler auf Ruby Day aus England. Simone punktete von Beginn weg mit sauberen Judan Tsukis und Ruby schien keine geeignete Gegenwehr zu finden. Simone rundete das fantastische „Schweizer Ergebnis“ mit einem weiteren ersten Platz ab.
 
Bald danach hiess es aufwärmen und aufstellen für den Länderkämpf. Nun kamen auch Philippe Bannwart und Agnes Murmann zum Zug. Beide mussten während den Einzelwettkämpfen ihre Freunde von der Bank aus anfeuern und waren sichtlich froh, endlich selbst ins Geschehen eingreifen zu können.
 
Die Teamwettkämpfe begannen für das Schweizer Team mit dem Gegner England. Nach 9 Begegnungen stand es mit einem Unentschieden, vier Siegen und vier Niederlagen unentschieden. Gemeinsam mit Englischen Coach Sensei Andrew Turner besprach Shihan Beat Näpflin die Paarung für den Stichkampf. Die Engländer entschieden sich für Kieran Rix den amtierenden Weltmeister. Shihan Beat schickte Philippe Bannwart auf das Feld und im nachfolgenden Kampf sah man Clicker vom Feinsten. Philippe und Kieran lagen bis kurz vor Schluss gleich auf und punkteten abwechslungsweise. Dann gelang Kieran ein fantastischer Ashi Barai mit Nachfolgetechnik was diesem zwei Punkte einbrachte. Kurz danach war die Zeit um und Kieran durfte als Sieger vom Tatami laufen.
In der zweiten Paarung trafen die Schweizer auf Irland. Nachdem es zuerst nach einem ausgeglichenen Duell aussah, machten die Schweizer nach dem vierten Kampf die Sack zu und gewannen die restlichen fünf aufeinander folgenden Paarungen. Das Endergebnis von sieben Siegen und zwei Niederlagen war mehr als eindeutig.
 
Die dritte und letzte Paarung führte die Waliser und die Schweizer zusammen. Nach neun kämpfen stand es mit drei Mal unentschieden, zwei Niederlagen und 4 Siegen fest:
 
Das Schweizer Clickerteam mit Shihan Beat Näpflin belegt in der Endwertung den tollen 2. Rang.
 
Am Rande sei noch bemerkt, dass die Schweizer mit insgesamt 15 Siegen die beste Wertung des Tages erhielten.
Herzliche Gratulation auch an dieser Stelle noch einmal an alle Karatekas und an den Erfolgstrainer Shihan Beat Näpflin und sein Team. Nach der Juniorenweltmeisterschaft ist einmal mehr deutlich geworden, dass die Schweizer Junioren mit zu den Besten gehören!!!
 
Natürlich sei noch erwähnt, dass neben dem Turnier auch der Spass und das Einkaufen nicht zu kurz kamen. Am Samstag wanderten wir alle durchs Dörfchen, wo viele Souveniers eingekauft wurden und ein Käppi bargeldlos den Besitzer wechselte. Sensei Fabrizios Kopfbedeckung, das schöne „Schweizer Chäppi“, wechselte den Besitzer und fliegt wohl jetzt gerade mit dem neuen Besitzer in Richtung Südafrika. Falls er in den kommenden Tagen mit einem Drachen auf dem Kopf gesichtet wird, ist dies der nicht ganz ebenbürtige Ersatz, den er für den Helvetischen Regenschutz erhalten hat. Wir besuchten auch die Regionalausschei -dungen der Kanuten auf dem Fluss Severne. In Einer- und Zweierkajaks manövrierten sie gekonnt zwischen den Stäben durch oder rundherum.
Am Nachmittag durften dann unsere Karatekas ins Nass. Wir fuhren nach Ryll ans Meer in den Aquadom. Dort konnte gerutscht und gesurft werden und alles wurde intensiv genutzt.
Den Abend verbrachten wir alle in der Jugendherberge und konnten dort den Ausgang bis um 23. 00 Uhr verlängern weil wir ja eine Stunde geschenkt erhielten.
Auch die Sayonaraparty, die sich für einige bis in die frühen Morgenstunden ausdehnte, war ein Erfolg.
 
Recht herzlichen Dank noch einmal an alle und bis am kommenden Samstag an der Schweizermeisterschaft!!!
 
 
 
Für die IFK Schweiz Rahel Huber
 
 
PS. Detaillierte Rangliste folgt!



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